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  • Miteinander sprechen, voneinander lernen

    Georgios Vlantis ist der erste orthodoxe Geschäftsführer der ACK in Bayern. In Gemeinde creativ spricht er über das Jahr 2017 als gemeinsames Christenfest und die Bedetung der Ökumene

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  • GC 002 2017 Titel

Editorial 02/2016

Leben mit Ecken und Kanten

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Ich möchte mein Leben ändern und fange heute damit an“ oder auch „35 simple Tipps, die das Leben sofort positiv verändern“, das sind die ersten Suchtreffer im Internet zum Schwerpunktthema dieser Ausgabe von Gemeinde creativ. Das ist aber nicht das, was wir präsentieren möchten. Gute Vorsätze und schlechte Gewohnheiten spielen auf den folgenden Seiten keine Rolle, uns geht es um Wendepunkte im Leben eines jeden Menschen. Wenn das Leben sich ändert … – mit diesem Thema haben wir uns viel vorgenommen. Denn, das Leben hält viele unterschiedliche Wendepunkte bereit: Die einen sind kalkulierbar, andere treffen uns ganz unverhofft. Auf die einen freut man sich, kann es kaum erwarten bis der Tag endlich gekommen ist, andere stürzen einen in Trauer, lösen eine Lebenskrise aus. Das vorliegende Heft versucht, beide Seiten aufzugreifen. Und auch wenn viele Lebenswenden etwas ganz Persönliches sind, so ist oft doch die Gemeinschaft gefragt, kann eine Pfarrgemeinde mit gezielten Angeboten helfen und zur Seite stehen. So möchte der Beitrag von Lydia Halbhuber-Gassner anregen, über eine Gruppe nachzudenken, die sonst eher selten im Blickfeld ehrenamtlichen Engagements steht: Inhaftierte und deren Angehörige.

Der Eintritt in den Ruhestand ist für viele Menschen ein entscheidender Einschnitt in ihrem Leben. Mit dem Abrahamsegen in der Münchner Michaelskirche stellen wir ein pastorales Angebot vor, das sich speziell an Menschen in der dritten Lebensphase richtet und ihnen Mut gibt, neu aufzubrechen. Dass Krisen auch Chancen sein können und wie es gelingen kann, in schweren Momenten diese auch zu sehen, hat Wunibald Müller im Kommentar herausgearbeitet. Und mit Josef Müller konnten wir einen prominenten Gesprächspartner gewinnen, dessen Leben – würde man es grafisch realisieren wollen – so viele Kehrtwenden gemacht hat, dass es am ehesten vielleicht einer Passstraße mit vielen Spitzkehren gleichen würde. Wir fragen aber natürlich auch: Was hält die Liturgie für diese besonderen Momente im Leben bereit? Taufe, Erstkommunion, Firmung, Eheschließung, Begräbnisfeier – von der Wiege bis zur Bahre. Der Beitrag von Karl Eder geht weit darüber hinaus. Er möchte ermutigen, in der Gemeinde neue Segensfeiern – beispielsweise für Pilger, für Jugendliche, die vor einer wichtigen Prüfung oder Reise stehen – auszuprobieren.

Im Dezember 2015 hat Papst Franziskus das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnet und alle Pfarreien aufgefordert, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wie können wir wie der barmherzige Samariter sein? Was bedeutet barmherzig handeln in unserer heutigen Welt? Wir wollen diese Fragen in der Ausgabe Mai-Juni 2016 von Gemeinde creativ diskutieren. Und uns interessiert natürlich, wie Pfarrgemeinden das Thema aufgreifen. Schicken Sie uns ihre Projekte, Bilder und Ideen bis zum 22. April und wir stellen Ihr Projekt vor.

Ihre

Alexandra Maier
Redaktionsleiterin