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  • Miteinander sprechen, voneinander lernen

    Georgios Vlantis ist der erste orthodoxe Geschäftsführer der ACK in Bayern. In Gemeinde creativ spricht er über das Jahr 2017 als gemeinsames Christenfest und die Bedetung der Ökumene

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  • GC 002 2017 Titel

Editorial 04/2014

Mit Christus über Brücken gehen

Liebe Leserin, lieber Leser,

meine Ankündigung, in diesem Heft den neuen Passauer Bischof Stefan Oster SDB vorzustellen, kann ich leider nicht einlösen. Der neue Mann an der Spitze des Bistums in Ostbayern war bis zur Drucklegung dieser Ausgabe ausgebucht – kein Interviewtermin frei. Aber ich bleibe hartnäckig. Auf dem Katholikentag in Regensburg hat er sich blicken lassen (siehe Seite 26) und das Gespräch mit den Besuchern des Bistumsstandes gesucht.

Ein Rückblick auf den Katholikentag ist extrem schwierig, bei rund 1300 Veranstaltungen, verteilt über die ganze Stadt (und darüber hinaus). So galt es, bereits im Vorfeld Schwerpunkte für die Berichterstattung in diesem Heft zu setzen. In den großen Beiträgen ließen wir uns in der Redaktion von der Frage leiten, was für die Gemeinden hilfreich sein könnte. Entsprechend habe ich Autoren mit verschiedenen Interessensschwerpunkten um Berichte unter der Fragestellung, was denn bleibt von den Tagen in Regensburg, gebeten.

Was, denke ich, auf jeden Fall bleibt, ist das Motto „Mit Christus Brücken bauen“. Dieses Motto trägt auch über den Katholikentag hinaus. In den Gemeinden könnte man sich, ob mit oder ohne die Erfahrung der Regensburger Tage, überlegen, wohin man Brücken bauen möchte: zu ausländischen Pfarreien, zu Flüchtlingen, zu anderen Konfessionen, zu denen, die am Rande der Gesellschaft stehen, zu den Konfessionslosen und Atheisten, um nur einige Beispiele zu nennen.

Und Brücken, die in Regensburg gebaut wurden – oder zumindest ein Fundament dafür gelegt – müssen nun auch begangen werden. Die Kontakte der Diözese Regensburg nach Tschechien müssen gepflegt werden, ebenso alte Kontakte anderer Diözesen dorthin. Gerade die wenigen Katholiken in dem atheistisch geprägten Staat brauchen die Solidarität.

Eva-Maria Heerde-Hinojosa mahnt in ihrem Beitrag zur Brücke in die Eine Welt an, dass der Gemeindebezug der Eine-Welt-Arbeit immer mehr verloren geht. Sie hält ein Plädoyer, diese Fragen wieder mehr in den Blick zu nehmen, auch und gerade unter der notwendigen politischen Wirksamkeit von Katholiken.

Ihr

 

Thomas Jablowsky
Redaktionsleiter