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  • Miteinander sprechen, voneinander lernen

    Georgios Vlantis ist der erste orthodoxe Geschäftsführer der ACK in Bayern. In Gemeinde creativ spricht er über das Jahr 2017 als gemeinsames Christenfest und die Bedetung der Ökumene

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  • GC 002 2017 Titel

Editorial 01/2016

Bewegte Zeiten

Liebe Leserin, lieber Leser,

Kirche im ländlichen Raum, das Thema bewegt: Die Personalplaner in den Bistümern, die Seelsorger vor Ort, Bildungshäuser und –einrichtungen und natürlich die Ehrenamtlichen in unseren Pfarrgemeinden. Und immer wieder geht es um die allesentscheidende Frage: Wie den vielerlei Veränderungen begegnen? Was ist richtig, was falsch? Ein Patentrezept dafür gibt es nicht, das macht Claudia Pfrang im Interview dieser Ausgabe deutlich.

Wir versuchen mit ganz verschiedenen „Beispielen vor Ort“ zu zeigen, wie Kirche gelingen kann, in Zeiten immer größerer Pfarreiengemeinschaften, für die es immer weniger Seelsorger gibt. Wenn beim Pfarrer zu viel Zeit im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt, weil die Wege in seinem Pfarrverband weit sind, wenn seine Zeit durch verwalterische Pflichten gebunden ist, dann sind da immer noch die Ehrenamtlichen, die eine Pfarrei lebendig halten. Das einzig gültige Kriterium für Lebendigkeit darf nicht der eigene Sonntagsgottesdienst sein. Kirche und Gemeindeleben, das ist mehr als Liturgie und Jahreskreis. Gemeinsam anpacken bei einer Kapellenrenovierung, gemeinsam nachdenken bei der Planung eines Kindergottesdienstes – damit ein Pfarrverband mehr ist als eine bloße „kirchliche Verwaltungseinheit“, braucht es mündige und verantwortungsbewusste Laien, die nicht nur ausführen, sondern gestalten, und solche die manchmal ihr „Hamsterrad“ verlassen und Neues wagen.

Auf diesem Weg sind Pfarreien mit ihren Fragen und Sorgen nicht allein. Hilfe finden sie zum Beispiel bei den katholischen Landvolkshochschulen, deren Angebote auf die Bedürfnisse der Laien auf dem Land zugeschnitten sind.

Kirche im ländlichen Raum bewegt sich wie Sepp Rottenaicher und Stephan Mokry in ihren Beiträgen zeigen, im Spannungsfeld zwischen leeren Kirchenbänken und Aufbruchsstimmung. Die sich leerenden Kirchenbänke haben vielerorts auch eine gesellschaftliche Komponente: junge, gut ausgebildete Leute zieht es in die städtischen Ballungsräume, weil ihnen in ihrer Heimat Rahmenbedingungen fehlen, um ihr Leben so leben zu können, wie sie es sich vorstellen. Aber Rahmenbedingungen kann man ändern, schreibt Maria Kurz in ihrem Text „Lebens(t)raum Land“.

Am 8. Dezember 2015 hat Papst Franziskus die Heilige Pforte am Petersdom geöffnet und damit das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnet. Alle Pfarreien sind aufgerufen sich zu engagieren und sich mit dem Thema zu befassen: Was bedeuten die sieben Werke der Barmherzigkeit für unsere moderne Zeit? Wo können wir im Alltag, in unserer Pfarrei und unserer Gemeinde wie „der barmherzige Samariter“ sein? Wir werden das Thema in der Ausgabe Mai-Juni 2016 aufgreifen. Was läuft zum Jahr der Barmherzigkeit in Ihrer Pfarrei? Schicken Sie uns ihre Projekte, Bilder und Ideen. In Gemeinde creativ 3/2015 werden wir die besten Ideen vorstellen.

Ihre

Alexandra Maier
Redaktionsleiterin