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  • Miteinander sprechen, voneinander lernen

    Georgios Vlantis ist der erste orthodoxe Geschäftsführer der ACK in Bayern. In Gemeinde creativ spricht er über das Jahr 2017 als gemeinsames Christenfest und die Bedetung der Ökumene

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  • GC 002 2017 Titel

Editorial 05/2014

Liebe Leserin, liebe Leser,

Rom ist in vielerlei Hinsicht ein Kristallisationspunkt, wenn man über Europa nachdenkt. Dies zu tun, über Europa nachzudenken, fühlte sich die Redaktion durch die Europawahl inspiriert. Es sollte aber kein „Wahlkampfheft“ werden, sondern die Frage ermöglichen: Wie ist man als Europäer Christ, wie ist man als Christ Europäer?

Einem katholischen Christen kommt da natürlich Rom in den Sinn. Sitz der Weltkirche gar, und immer wieder im Verdacht, dass die Kirche wohl zu eurozentristisch sei. Für viele Gemeinden ist sie das nicht. Wenn man vor Ort von Weltkirche redet, weltkirchlich handelt, sind die Menschen auf anderen Kontinenten im Blick: Afrika, Asien, Lateinamerika. Partnerschaften mit europäischen Gemeinden sind eher seltener. Beispiele aus Frankreich und Tschechien können dazu vielleicht ermutigen. Warum nicht die vielen Städte- und Gemeindepartnerschaften, die es in Deutschland auf kommunaler Ebene gibt auch von Seiten der Gemeinden mit Leben erfüllen?

Noch einmal Rom: Wer denkt heute noch an die „Römischen Verträge“? Sie bilden die Grundlage für die heutige Europäische Union: der EWG-Vertrag, der EURATOM-Vertrag, und das Abkommen über gemeinsame Organe für die Europäischen Gemeinschaften, das festlegte, dass EWG, EURATOM und EGKS eine gemeinsame parlamentarische Versammlung (jetzt Europäisches Parlament), einen gemeinsamen Gerichtshof und einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sozialausschuss haben.

Der bisherige Vorsitzende des Europäischen Rates geht in seinen Überlegungen zu den Wurzeln eines einigen Europas, aber noch weiter zurück, und auch da kommt Rom wieder vor. Europa heute und in Zukunft lebt von den Menschen, die sich begegnen und sich gegenseitig als Europäer entdecken und wertschätzen. Da ist es gut, wenn Christen einen Anknüpfungspunkt haben – den Glauben.

Ich wünsche creative Ideen, wie Sie, liebe Leser, Europa immer mehr vor Ort leben können.

Thomas Jablowsky
Redaktionsleiter