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Kommentar 03/2014

Pfarrbüro und Pfarrgemeinderat arbeiten zusammen

Von Monika Demmel
Vorsitzende des Berufsverbandes der Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre in der Erzdiözese München und Freising

Als Dreh- und Angelpunkt jeder Pfarrei dient das Pfarrbüro: Hier laufen alle Informationen zusammen, hierher kommen Fragende und Hilfesuchende, hier werden Auskünfte erteilt und Termine verabredet. Die Pfarrsekretärin oder der Pfarrsekretär organisiert das Büro und erledigt sämtliche Verwaltungsarbeiten. Da in der Pfarrgemeinde die gute Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern überaus wichtig ist, fungiert die Pfarrsekretärin als Bindeglied. Auch die Kommunikation zwischen den Gläubigen und den Gremien der Pfarrei will gefördert und organisiert sein.

Häufig ist die Pfarrsekretärin die erste Ansprechpartnerin. Die Pfarrgemeinderäte tragen Verantwortung dafür, dass die Kirche am Ort lebendig bleibt. Angesichts zahlreicher Veränderungen der bisherigen Strukturen und einer Konzentration, auf das, was alles nicht mehr möglich ist (weniger Geld, weniger Priester, weniger Gläubige), besteht die Gefahr, dass man die Herausforderungen der Gesellschaft für die Kirche heute vergisst. Es geht darum Kirche zu leben. Ein Impuls wäre für mich die Zeichen der Zeit zu erkennen und aufmerksam mit den Fragen und Nöten der Menschen umzugehen. Der Pfarrgemeinderat ist für alle Menschen da, nicht nur für seine Mitglieder, sondern für alle die im Pfarrgebiet leben. So werden wir dem gerecht, was sinngemäß in der Taufliturgie gesagt wird. Als Teilnehmer am Amt Christi, des Priesters, Propheten und Königs haben die Laien ihren aktiven Anteil am Leben und Tun der Kirche, so wie es uns in der Taufe zugesagt wurde.

Was ist in einer Pfarrgemeinde notwendig, damit die Zusammenarbeit zwischen Pfarrbüro und Pfarrgemeinderat gut funktioniert? Der Pfarrgemeinderat ist kein reines Laiengremium, denn Pfarrer, Diakon und die pastoralen Mitarbeiter sind geborene Mitglieder. Für die Zusammenarbeit von Pfarrsekretärinnen und Pfarrgemeinderäten ist entscheidend, unnötige Konkurrenz zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen zu vermeiden. Voraussetzung ist eine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten.

In der Dienstordnung für Beschäftige im Pfarrbüro sind die Aufgaben der Pfarrsekretärin beschrieben. Es müssen die jeweiligen Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche bestimmt werden mit dem Ziel einer gleichberechtigten Ergänzung und der gegenseitigen Bereicherung. Ehrenamtliche stehen nicht immer zur Verfügung, genauso wenig wie Angestellte ständig Überstunden machen müssen.

In der Erzdiözese München und Freising werden die Themen „Aufgaben der verschiedenen Gremien“ und „Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen“ in der Fortbildung (Einführungsseminar) für Pfarrsekretärinnen behandelt. Für eine gute Zusammenarbeit ist auch die Leitung einer Pfarrei sehr wichtig. Nach theologischem Verständnis kommt die Aufgabe der Leitung dem Pfarrer zu. Aufgabe des Leitungsamtes ist es, verschiedene Charismen zu entdecken und zu fördern. Beim Zusammenwirken Vieler ist die Wahrnehmung der Leitung dringender denn je. Zur Leitung gehören: Planen, Entscheiden, Motivieren, Kommunizieren und Delegieren. Gegenseitige Erwartungen und Ansprüche sollten besprochen werden, Informationen müssen gegenseitig weitergegeben werden.

Wenn Auseinandersetzungen und Konflikte auftreten, ist es sinnvoll, dass sie konstruktiv gelöst werden – dabei soll weder haupt- noch ehrenamtliche Arbeit abgewertet werden. Ein wichtiger Punkt, damit gute Kooperation gelingen kann, ist Wertschätzung und Anerkennung des Engagements von allen Beteiligten.

Als ständige Aufgabe für die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen bleibt die Zuarbeit des Pfarrbüros für Pfarrer, pastorale Mitarbeiter, Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen.