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  • Miteinander sprechen, voneinander lernen

    Georgios Vlantis ist der erste orthodoxe Geschäftsführer der ACK in Bayern. In Gemeinde creativ spricht er über das Jahr 2017 als gemeinsames Christenfest und die Bedetung der Ökumene

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  • GC 002 2017 Titel

Editorial 01/2014

Nicht die Augen verschließen

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dem neuen Jahr halten Sie auch ein „neues“ Gemeinde creativ in Händen. Manches Altbewahrte findet sich – wie die Meditation oder ein Kommentar – aber an einem neuen Ort. Um sich zurecht zu finden, hilft hoffentlich das neugestaltete Inhaltsverzeichnis. Für mich als „Macher“ ist auch noch einiges ungewohnt. Die bisherigen „Info-Seiten“ sind nach vorne gerückt. Dabei sind die Dinge im Detail durchaus noch im Fluss. Neue Ansichten öffnen einem manchmal die Augen, man schaut anders hin. Verschließen Sie die Augen also nicht vor dem Neuen, sondern lassen Sie sich überraschen. Ich wurde mich freuen, wenn Sie Ihre Kritik, Anregungen und Lob nicht für sich behalten wurden.

Zum Schwerpunktthema „Kirche und Armut“ darf man die Augen auch nicht verschließen. Es ist natürlich inspiriert von Papst Franziskus. Seit seinem Amtsantritt hat das Thema in der innerkirchlichen Diskussion einen unerwarteten Aufschwung erlebt. Bei allem Engagement gegen die Armut in der Welt, wie es in Deutschland gute Tradition hat, sollte man nicht die Armut vor Ort vergessen, am eigenen Wohnort, in der eigenen Pfarrei, die sich gerne versteckt, wie einige Beiträge zum Schwerpunkt zeigen.

In Deutschland kamen die finanziellen Vorgänge im Bistum Limburg dazu, die bis heute kontrovers gesehen werden und sicher noch nicht abgeschlossen sind. Wer über Armut spricht, spricht damit immer auch über Reichtum. Dr. Schmid hat auf der Vollversammlung (siehe Seite 30) und im Kurzinterview, das Sie in Zukunft auf Seite 34 finden werden, Stellung genommen.

Das Thema Armut zu bebildern ist nicht einfach. Kann man Menschen zeigen, die arm sind? Caritas-Bildarchive haben Bilder, die von den Gezeigten freigegeben sind. Andere Bilder zeigen keine Gesichter. Es bleibt eine Schande, dass man solche Bilder auch im reichen Deutschland aufnehmen kann.

Ich wünsche Ihnen viele Inspirationen aus dieser Ausgabe, Ideen für die Arbeit in der Kirche, ganz gleich in welcher Verantwortung Sie stehen und ein gutes neues Jahr 2014.

Ihr

Thomas Jablowsky
Redaktionsleiter