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  • Miteinander sprechen, voneinander lernen

    Georgios Vlantis ist der erste orthodoxe Geschäftsführer der ACK in Bayern. In Gemeinde creativ spricht er über das Jahr 2017 als gemeinsames Christenfest und die Bedetung der Ökumene

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Aktuelle Ausgabe

  • GC 006 2016 Titel

Link-Sammlung

Hier finden Sie die Link-Sammlung für die aktuelle Ausgabe Januar - Februar 2017Schwerpunkt: "Ökumene" zum Anklicken:

„Ich gebe meinen Glauben nicht an der Garderobe ab!“  (S. 24)
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist im vergangenen Jahr mit dem Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern ausgezeichnet worden. Er „zeigt durch die Art seines politischen Handelns, welche Kraft christlicher Überzeugung innewohnt, wenn sie eingebracht wird in Gesellschaft, Politik und Staat. […] Er steht fest in der reformierten Tradition, engagiert sich ehrenamtlich“, heißt es in der Preisbegründung, und: „er pflegt die Ökumene im persönlichen Umfeld.“ Als er von der Ehrung erfahren habe, habe er sich gleich gefragt, ob er der richtige dafür sein. In seiner Kindheit und Jugend sei er kaum mit Katholiken in Kontakt gekommen, wusste er bei der Preisverleihung in München zu berichten. „Die Ökumene war mir nicht in die Wiege gelegt.“ Aber nicht nur die Jury, auch die Gäste der Preisverleihung und das anschließende Medienecho waren sich einig: Er ist der Richtige für diesen Preis.

Die Katholische Akademie Bayern ehrt mit dem Ökumenischen Preis Menschen, für ihr besonderes Engagement in der Ökumene der katholischen Kirche mit den Kirchen der Reformation. Der Preis wird seit 1995 vergeben. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Kardinal Walter Kasper (2007), ehemaliger Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, der 2016 verstorbene Professor für Neues Testament an der Universität Regensburg, Franz Mußner (2000), der ehemalige Bayerische Landesbischof Johannes Friedrich (2011) und auch die Ökumenische Gemeinschaft von Taizé (2009). Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird aus Mitteln der Stiftung Wilhelm und Antonie Gierlichs finanziert.

Mehr zum Ökumenischen Preis und zu weiteren Veranstaltungen der Katholischen Akademie Bayern lesen Sie unter http://www.kath-akademie-bayern.de. Dort können Sie auch die Publikationen der Akademie, unter anderem die regelmäßige Zeitschrift „zur Debatte“, bestellen.

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Gottesdienste finden leicht gemacht  (S. 6)
Seit kurzem können Gläubige im Erzbistum München und Freising Gottesdienste und Andachten in ihrer Umgebung über eine internetbasierte, interaktive Karte des Erzbistums finden. Der Gottesdienst-Finder ist über die Homepage der Erzdiözese erreichbar und enthält bereits etwa zwei Drittel aller katholischen Gottesdienste im Erzbistum. Die Plattform wird regelmäßig erweitert. Auf einer interaktiven Karte kann der Nutzer über ein Suchfeld oder über eine Übersichtskarte die Region auswählen, in der er einen Gottesdienst sucht. Indem er den Kartenausschnitt vergrößert oder verkleinert, kann er seine Suche entweder erweitern oder einschränken: Denn, unter den Ergebnissen erscheinen nur Gottesdienste und Andachten, die im gewählten Kartenausschnitt stattfinden. Zusätzlich kann man bestimmte Tageszeiten oder Wochentage wählen. Die Karte zeigt alle Kirchen und Kapellen an, außerdem sind Pfarrheime, Kindergärten sowie kirchliche Sozial- und Bildungsreinrichtungen verzeichnet. Den Gottesdienst-Finder erreichen Sie unter folgendem Link: www.erzbistum-muenchen.de/gottesdienste-map 

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Ein katholischer Blick auf Luther - Literaturhinweise
Luther ist eine vielbesprochene Gestalt in der (Kirchen-)geschichte. Gerade jetzt zum Reformationsjahr sind noch einmal einige Buchtitel erschienen. Wir haben eine Auswahl zusammengestellt:

Daniela Blum: Der katholische Luther. Begegnungen – Prägungen – Rezeptionen, Tübingen 2016.

Otto Hermann Pesch: Ketzerfürst und Vater im Glauben. Die seltsamen Wege katholischer Lutherrezeption, in: H.F. Geisser u.a. (Hg.): Weder Ketzer noch Heiliger. Luthers Bedeutung für den ökumenischen Dialog, Regensburg 1982, 123-174.

Stephan Mokry/Reinhard Grütz/Ludger Nagel (Hg.): Neu hinsehen: Luther. Katholische Perspektiven – ökumenische Horizonte, Paderborn – Leipzig 2016.

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Soziale Selbstverwaltung stärken (S. 31)
„Der Medizinische Dienst kam zu meiner Mutter wegen der Eingruppierung der Pflegestufe. Ich hatte den Eindruck, dass die Zuweisung nicht korrekt vorgenommen wurde.“ – Diese Einschätzungen kommen häufig an die Widerspruchsausschüsse der Krankenkassen. Dort entscheiden auch Ehrenamtliche aus der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und von Kolping darüber. Grundlage für dieses Engagement ist die Beteiligung der beiden Verbände an den Sozialwahlen. Die Versicherten wählen die Verbände in die Entscheidungsgremien der Rentenversicherung, der gesetzlichen Krankenkassen und der Unfallversicherungen. Etwa 40 Millionen Bürger werden aufgefordert zu wählen. Hannes Kreller, Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA), ruft die Menschen auf, die „soziale Selbstverwaltung mit ihrer Stimme zu stärken.“ Die Selbstverwaltungsgremien entscheiden beispielsweise in den Bereichen Finanzen, Ausgestaltung von Leistungen, Organisation und Personal. Sie stellen den Haushalt auf und prüfen die Ausgaben. Die Selbstverwaltung setzt sich direkt für die Versicherten ein, zum Beispiel durch kostenlose Beratung. Die Selbstverwaltung ist damit ein wichtiges Bindeglied zwischen den Versicherten und den Sozialversicherungsträgern. Die nächsten Sozialwahlen finden im Mai 2017 statt.

Weitere Informationen zu den nächsten Sozialwahlen finden Sie auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) http://aca-online.de und beim Kolpingverband unter http://www.kolping.de/presse-medien/presse/news-archiv/news-details/news/vorbereitungen-zu-den-sozialwahlen-nehmen-kontur-an 

Hier finden Sie einen Wahlkalender mit allen relevanten Terminen:
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Thema-Soziale-Sicherung/wahlkalender-sozialwahlen-2017.pdf?__blob=publicationFile&v=3

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Wer war Caritas Pirckheimer?  (S. 28)
Die berühmte Äbtissin von Sankt Klara wurde vor 550 Jahren geboren

Wer heute vom Hauptbahnhof aus die Stadt Nürnberg erkundet, der taucht nach der Unterführung gleich in das pulsierende Leben einer Großstadt ein. Geschäfte und Gastronomie säumen den Weg an der Königstraße, die den Blick öffnet auf St. Lorenz hin und über Pegnitz und Hauptmarkt hinauf zur Burg führt. Nur wenige hundert Meter nach der Unterführung liegt links eine gotische Kirche und eine Hinweistafel deutet hin auf das „Caritas-Pirckheimer-Haus“.

Die unter ihrem Ordensnamen bekannte Caritas Pirckheimer wurde am 21. März 1467 in Eichstätt als Tochter von Barbara Löffelholz und Hans Pirckheimer geboren, die beide Nürnberger Patriziergeschlechtern entstammten. Sie war die erste von zwölf Kindern und wurde auf den Namen der Mutter Barbara getauft. Der Vater war Doktor der Rechte und stand in dieser Zeit im Dienst des Erzbischofs von Eichstätt, später des Herzogs Albrecht IV. von Bayern. Nach dem Tod seiner Frau verlegte auch er seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Nürnberg. Welche hohe Bedeutung die Religion für die Familie spielte, mag belegen, dass der Vater in seinen letzten Jahren in das Franziskanerkloster eintrat und von den insgesamt acht das Kinderalter überlebenden Schwestern alle bis auf eine ins Kloster gingen. Die beiden ältesten Geschwister, Barbara und Willibald, erhielten sehr früh im Umfeld der Nürnberger Familie Unterricht, vor allem in der damaligen Welt- und Wissenschaftssprache Latein und wurden daher nicht nur vertraut gemacht mit den Gepflogenheiten einer der Bildung verpflichteten Familientradition, sondern auch mit dem Wissensstand ihrer Zeit. Barbara ist anfangs in der Obhut ihrer Nürnberger Großtante, wird schließlich mit zwölf Jahren im Kloster Sankt Klara in Nürnberg untergebracht und mit 16 Jahren offiziell als Klarissin aufgenommen. Sie erhält den Ordensnamen Caritas.

Caritas Pirckheimer wird zur Äbtissin von Sankt Klara gewählt und hält Kontakt zu wichtigen Persönlichkeiten der Zeit, zu Humanisten, Theologen, Adeligen und Dichtern. Dann beginnt die Reformation und für Caitas Pirckheimer und ihre Mitschwestern ändert sich alles: Vom 3. bis 14. März 1525 findet das Religionsgespräch in Nürnberg statt - in dem sich die Stadt Nürnberg zur Reformation bekennt, der „neuen Lehre“ anschließt und daher auch die Klöster aufgehoben werden sollen. Am 19. März 1525 kommen Ratsherren ins Kloster, um die damit verbundenen Entscheidungen zu überbringen, dass künftig Prediger nach der neuen Lehre für St. Klara zuständig sind. Es beginnt ein Ringen, die bedeutende Äbtissin von der neuen Lehre zu überzeugen. In der Kar- und Osterwoche verdichteten sich die Auseinandersetzungen. Sie gipfeln darin, dass man mit Gewalt - und gegen deren ausdrücklichen Willen - drei Schwestern aus dem Kloster holt.

Einen gewissen Trost, aber auch ganz tatkräftige Unterstützung bringt das Gespräch zwischen Caritas Pirckheimer und Philipp Melanchthon. In ihren Denkwürdigkeiten vermerkt Caritas, dass der Vertraute Luthers das Kloster „in Freundschaft“ verließ und sie in allem übereinstimmten, außer in der Bedeutung und damit Unauflösbarkeit der (Ordens)gelübde. Melanchthon setzt sich nach dem Gespräch beim Rat der Stadt ein, die Nonnen künftig in Ruhe zu lassen, von jeglicher Gewalt abzusehen - und damit den Fortbestand zu gewährleisten, auch wenn man keine neuen Novizinnen mehr aufnehmen durfte.

Nach dem turbulenten Reformationsjahr 1525 wird es wieder ruhiger um das Kloster, das allerdings zum Aussterben verurteilt wurde, sich aber die Eigenständigkeit bewahrte. Caritas Pirckheimer feiert mit ihrem Konvent noch das 25-jährige Jubiläum ihrer Wahl zur Äbtissin und stirbt wenige Jahre darauf, am 15. August 1532 in Nürnberg.

Seit 1959 befindet sich auf dem Gelände des Konvents das Caritas-Pirckheimer-Haus, die Akademie der Erzdiözese Bamberg und des Jesuitenordens und fühlt sich den Themen der Namengeberin verpflichtet: Die eigene Position immer wieder zu befragen und die Fragen der Zeit zu benennen, die Überzeugungen in den wissenschaftlichen wie politischen Diskurs einzubringen und stets den Dialog mit Andersdenkenden zu suchen und zu gestalten, im Sinne eines gelingenden und demokratischen Miteinanders, das aus religiöser Überzeugung den Menschenrechten verpflichtet ist.

Im Jubiläumsjahr der Namensgeberin gibt es im Caritas-Pirckheimer-Haus zahlreiche Veranstaltungen rund um das Leben und Wirken der bedeutenden Äbtissin. Mehr dazu finden Sie unter http://www.cph-nuernberg.de.

Text: Siegfried Grillmeyer

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 Ein Vier-Gänge-Menü ist kein Fastenessen (S. 30)
In zahlreichen Pfarrgemeinden ist es gute Tradition geworden, in der Fastenzeit zu einem gemeinsamen Fastenessen einzuladen. Vom Bischöflichen Hilfswerk Misereor angeregt als ein Zeichen der Solidarität mit den Armen und Hungernden in Afrika, Asien und Lateinamerika, hat diese Aktion unter dem Titel „Fastensuppe/Fastenessen“, „Fasten für Gerechtigkeit“, „Solidaritätsessen“ vielfach eine sehr unterschiedliche Entwicklung und Ausformung genommen. Kardinal Joseph Frings hatte damals in einer Rede festgestellt: „Nicht unerheblich ist, dass eine Seite des christlichen Fastens neu und eindrucksvoll herausgestellt wird, dass nämlich das durch Fasten Erübrigte den Armen zu Gute kommt.“ Ursprüngliche Idee war also, mit einem gemeinsamen einfachen Essen, zum Beispiel einer Suppe statt des sonst üblichen Sonntagsbratens, auszukommen, gleichzeitig aber den Betrag zu spenden, den man im Gasthaus bezahlt hätte. Der Betrag sollte in die Misereor-Kollekte der Pfarrei gegeben oder für ein konkretes Misereor-Projekt gespendet werden.

Liest man heute Ankündigungen und Berichte der Lokalzeitungen über die örtlichen Fastenessen, dann ist vielfach diese ursprüngliche Idee verloren gegangen. Die angebotenen Mahlzeiten fallen oft üppig aus. Zu exotischen Suppen oder Mehr-Gänge-Menüs gibt es noch eine große Auswahl an Selbstgebackenem. Das Engagement ist sicher aller Ehren wert. Die Frage muss aber wohl erlaubt sein, ob das noch einer Vorstellung vom Fasten oder einfachem Essen entspricht?

Gleiches gilt für den Erlös: Statt für ein Misereor-Projekt wird häufig für einen nicht näher genannten „Sozialen Zweck“ gespendet, manchmal für ein Projekt der eigenen Pfarrei - den Umbau des Pfarrheims, einen bekannten Missionar, eine neue Orgel, Altardecken und Kerzenleuchter. Das Geld aus dem Fastenessen wird im Sinne der ursprünglichen Aktionsabsicht den Armen und Hungernden im globalen Süden vorenthalten. Dabei sind sie, die Tag für Tag ums Überleben kämpfen, in besonderem Maße auf unsere Solidarität angewiesen. Die Fastenzeit ist eigentlich eine Zeit der Besinnung und des Innehaltens. Sie eröffnet die Möglichkeit, uns auf das zu besinnen, worauf es im Leben wirklich ankommt, oder unseren oft üppigen Lebensstil zu reflektieren. Dazu gehört – und besonders auch nach dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit – die Praxis unserer christlichen Nächstenliebe.

Fastenessen solidarisch, fair und bio gestalten (S. 30)

Gleich dreifach können sich Veranstalter von Fastenessen solidarisch zeigen. Zum einen mit dem Spendenzweck, indem der Erlös der Projektarbeit von Misereor zu Gute kommt und so den Armen auf direktem Weg geholfen wird, sich aus Not und Ungerechtigkeit zu befreien, durch Brunnenbau, Saatgut, Bildung.

Mit der Verwendung fair gehandelter Produkte für das Fastenessen wird den Produzenten vor Ort ermöglicht, ein Einkommen zu erwirtschaften, das einen nachhaltigen Weg aus der Armut ermöglicht. Und drittens profitieren bei den meist biologisch angebauten Lebensmitteln (ohne chemischen Dünger, ohne Pestizide, ohne Monokulturen) aus fairem Handel auch Umwelt und Natur und so letztlich auch der Konsument.

Mehr Informationen, Tipps zur Durchführung, Organisationshilfen und leckere einfache Rezepte finden Sie unter www.fastenessen.de 

Text: Johannes Schmidt

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Weiter - sehen  (S. 23)
Es ist ein ungewöhnliches Motiv für eine kirchliche Kampagne zum Reformationsgedenkjahr: Ein junges Mädchen, das mit geschlossenen Augen für einen Moment innehält. Konzentriert, ein wenig verletzlich und doch ganz präsent im Augenblick. Ein besonderes Bild zweifellos, aber was hat es mit Reformation zu tun?

Als sich das Erzbistum München und Freising entschloss, das Reformationsgedenken als einziges katholisches Bistum in Deutschland mit einem eigenständigen Programm mitzugestalten, war schnell klar: Wenn dieses Jahr über ein innerkirchliches Publikum hinaus wirklich fruchtbar werden soll, dann kann es nicht nur um die klassischen historischen Fragestellungen gehen. Dann gilt es die Fragen aus der Reformation aufzugreifen, die bis heute bewegen, herausfordern und auffordern, Weiter zu sehen. Dies gilt besonders für die Frage, die Martin Luther in aller Vehemenz stellte: Welche Bilder, Formen der Frömmigkeit und Ämter eröffnen einen Blick auf die Mitte des Glaubens?

Im Erzbistum München und Freising laden wir deshalb gerade in diesem Sinne ein, im Jahr 2017 Weiter zu sehen. Es gilt, in einer zunehmend von Spannungen gekennzeichnet Zeit die gemeinsame Sendung neu zu entdecken und neue Formen des Glaubens für Heute und Morgen zu wagen.

Das Projekt Weiter – sehen will Pfarreien, Gruppen und Einrichtungen ermutigen, sich mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen. Wir haben zahlreiche praxisorientierte Anregungen erarbeitet. Diese reichen von Vorschlägen für Rundgänge durch die eigene Ortsgeschichte über Gottesdienstformulare für Versöhnungsgottesdienste zu Anregungen für regionale ökumenische Kirchentage und dem Projekt Freiraum, das einlädt temporäre Räume des Glaubens zu gestalten. Schon jetzt sind so weit mehr als 100 Veranstaltungen entstanden und es wird immer deutlicher, welche Kraft für Verkündigung des Evangeliums die Reformation in aller Streitbarkeit bis heute besitzt.

Mehr dazu finden Sie unter www.2017-weiter-sehen.de  Text:

Florian Schuppe

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Maibäume der Toleranz  (S. 5)
In Bayern gehört das alljährliche Maibaum-Aufstellen selbstverständlich zum Jahreskalender mit dazu. In diesem Jahr sollen im Freistaat möglichst viele „Maibäume der Toleranz“ stehen – das zumindest wünscht sich das Bayerische Bündnis für Toleranz. Die Aktion wird von dessen Mitgliedsverbänden mitgetragen. Dazu gehören auch die Katholischen Landjugenden, die vielerorts recht aktiv sind, wenn es um bayerisches Brauchtum rund um den 1. Mai geht. Mit der Aktion möchte man in diesem Jahr „flächendeckend ein Zeichen setzen“, so die KLJB-Landesvorsitzende Christina Kornell. Beim Maibaum-Aufstellen helfe die gesamte Dorfgemeinschaft zusammen. Für sie gehört auch dazu, die „inzwischen bei uns heimisch gewordenen Menschen anderer Herkunft daran zu beteiligen.“

Mitmachende Gemeinden und Gruppen sollen ihren Maibaum in diesem Jahr sichtbar als „Maibaum der Toleranz“ kennzeichnen. Beim Bündnis für Toleranz sind Schablonen und andere Materialien dafür erhältlich. Ebenfalls bereitgestellt wird ein Text zur Aktion, der beim Maibaum-Aufstellen verlesen werden soll, so dass der Kontext auch allen Besuchern klar wird. In einem Wettbewerb sollen darüber hinaus beispielhafte Gemeinden prämiert werden.

In vielen Dörfern und Gemeinden sind Toleranz und gutes Miteinander etwas Selbstverständliches. Die Maibäume der Toleranz sollen in diesem Jahr deutlich machen, dass Rassismus und Fremdenhass in Bayern keinen Platz haben.

Weitere Informationen zur Aktion finden Sie hier:
http://bayerisches-buendnis-fuer-toleranz.de 
http://www.kljb-bayern.de/aktuell/news/maibaum-fuer-toleranz-buendnis-fuer-toleranz-und-landjugend-rufen-zu-aktionen-auf/

Eigens für das Projekt wird unter www.maibaum-fuer-toleranz.de eine Internetplattform eingerichtet. Hier finden sich ab Ende Januar alle notwendigen Informationen zur Initiative.